Online-Marketing für Spiele – So pushen Sie den Verkauf Ihres Spiels oder Kartensets

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Sie haben Ihr selbst-konzipiertes Kartenspiel, Brettspiel oder Memo auf einer oder mehreren Online-Plattformen zum Verkauf eingestellt – die begeisterten Käufer könnten also kommen. Leider hören Sie aber nur die Grillen in den unendlichen Weiten des Internets zirpen? Eventuell liegt es daran, dass Sie keine Strategie für Ihr Online-Marketing für Spiele aufgestellt haben.

Mit dem Einstellen Ihres Spiels auf Ihrer eigenen Website oder diversen Plattformen wie Amazon, Ebay, Etsy und Co. ist es leider nicht getan. Zumindest nicht, wenn Sie das Spiel auch tatsächlich verkaufen wollen. Denn wenn niemand weiß, dass es Ihr Spiel überhaupt gibt, wird es auch kein Mensch in den Untiefen von Amazon & Co. jemals finden.

Es liegt an Ihnen, den Hype um Ihr Spiel herum aufzubauen und es direkt vor die Nase Ihrer Zielgruppe zu setzen. Sie müssen potentiellen Spielern Ihr Spiel so schmackhaft machen, dass sie gar nicht umhin kommen, auf “Kaufen” zu klicken und gleich loszuspielen.

Lesen Sie weiter um zu erfahren, wie Sie das anstellen.

Social-Media-Marketing

Sie haben es sich bestimmt bereits gedacht: Natürlich gehört das Social-Media-Marketing ganz vorne mit zum Repertoire einer erfolgreichen Marketing-Strategie. Denn Social-Media-Plattformen wie Facebook, YouTube & Co. sind ein super Weg, um

  • mit Ihrem Publikum in Kontakt zu treten,
  • Ihre Marke aufzubauen und
  • den Website-Traffic zu erhöhen.

Dazu gehört das Veröffentlichen guter Inhalte auf Ihren Social-Media-Profilen, das Einbinden Ihrer Follower, das Analysieren Ihrer Ergebnisse und das Schalten von Werbeanzeigen auf den Plattformen.

Dabei wird unterschieden zwischen “organic” und “paid” Social-Media-Marketing – also solches, bei dem sich die Follower unbezahlt und natürlich entwickeln (organic) versus Follower, die über bezahlte Werbeanzeigen angezogen werden (paid).

Organisches Social-Media-Marketing – (weitgehend) kostenlos

Für organische Reichweite erstellen Sie als Spieleentwickler beispielsweise ein Facebook-Profil für sich oder Ihr Spiel. Mit und auf diesem Profil posten Sie regelmäßige Updates, beteiligen sich an Chats und Online-Events in der Community, erwähnen dabei ab und zu das Spiel und dessen Erfolge, oder geben Rabattaktionen bekannt. So wächst die Anzahl Ihrer Likes, Freunde und Follower natürlich an.

Dies ist der kostenlose aber auch langsamere Ansatz beim Social-Media-Marketing.

Lesen Sie hier mehr über Social-Media-Marketing.

Soll es in den sozialen Netzwerken etwas schneller gehen, kombinieren Sie den organischen Ansatz mit Paid Social, also bezahlten Werbeanzeigen. Ein guter Mix aus organic und paid funktioniert meist am besten.

Paid Social erlaubt Ihnen das gezielte Ausspielen von Anzeigen an Ihre Zielgruppe. Daher ist der wichtigste Faktor beim Erstellen von Werbeanzeigen zunächst die Definition Ihrer Zielgruppe.

Vor allem bei Facebook können Sie sehr genau festlegen, welchen Nutzern Ihre Anzeigen ausgespielt werden sollen. Das ist gut so – je fokussierter Sie Ihre idealen Kunden anvisieren können, desto besser Ihre Konversionsrate und Ihr ROI.

Beispielsweise können Sie Anzeigen nicht nur an Leute ausspielen, die ganz allgemein an “Brettspielen” interessiert sind. Sondern Sie können viel gezielter genau die User auswählen, die an einem bestimmten Spiel (das Ihrem ähnlich ist) Interesse gezeigt oder es gekauft haben.

Paid social eignet sich daher vor allem für Spiele, die ganz klar definierte Zielgruppen haben.

Zum Beispiel gibt es das Spiel Planning Poker – eine spielerische Arbeitshilfe für Software-Entwickler-Teams. Dieses Produkt können Sie nun via Anzeigen im Feed eines engagierten Teamleiters präsentieren, ohne dass er dazu gezielt auf der Suche sein muss. Ganz nach dem Motto:

„Wir sehen, Sie arbeiten bei einem mittelständischen Softwareentwickler und haben sich vor kurzem für Projektmanagement und Scrum interessiert. Wie wär’s mit unserem Planning Poker Set, dass Ihrem Team mit Spiel und Spaß dabei hilft, Ihr Scrum zu optimieren?“ 

Und bevor Sie fragen: Ja, so genau können Sie (zumindest bei Facebook) heutzutage Ihre Zielgruppe festlegen, an die Sie Ihre Werbeanzeigen ausspielen wollen. Genau deshalb können Werbeanzeigen in den sozialen Medien so unglaublich effektiv sein.

Suchmaschinen-Marketing

Gerade für spezielle Spiele wie Lernspiele, Planning Poker oder Delegationskarten kann der gut durchdachte Einsatz von Paid Ads und SEO einen großen Verkaufserfolg einspielen.

Nehmen wir nochmal das Beispiel mit dem Planning Poker Kartenset für Scrum, ein agiles Projektmanagement-Modell im Bereich der Softwareentwicklung.

Jetzt gibt es zwei unterschiedliche Szenarien:

Suchmaschinenoptimierung (SEO = Search Engine Optimization)

Im ersten Szenario macht sich ein engagierter Teamleiter selbst auf die Suche nach einer Lösung, um das Projektmanagement seines Teams zu optimieren – am liebsten mit einer Infusion Spaß und guter Laune, die sein Team zusätzlich motivieren. Dazu wendet er sich an den allwissenden Onkel des Internets, den wir alle in solchen Situationen als erstes um Rat fragen: Onkel Google.

Suchphrasen, die der Teamleiter beispielsweise eingeben könnte, sind:

  • „spielerisch Projektmanagement optimieren“
  • „Scrum verbessern spielerisch“
  • „Projektmanagement Spiel“
  • und weitere Variationen

Im Idealfall sollte nach Eingabe dieser Suchbegriffe und dem Klick auf „Enter“ nun Ihr Planning Poker Spiel ganz organisch an einer der ersten Positionen der Ergebnisliste des Teamleiters erscheinen. Das ist allerdings nur der Fall, wenn Ihr SEO stimmt – also Ihre Suchmaschinenoptimierung.

Das Grundprinzip des SEO (eigentlich der „Optimierung für Suchmaschinen“) lautet: Optimierte Website-Inhalte werden mit guten Platzierungen in den Ergebnislisten von Suchmaschinen belohnt. Keywords und Keyphrases – also Schlüsselwörter und -phrasen – sind zentral, um Ihr SEO ideal zu gestalten.

Um also auf die ersten Positionen bei Google Und Co. zu kommen, müssen Sie vor allem gute und passende Inhalte liefern, die gut verlinkt werden. So einfach und einleuchtend das klingen mag, sei eines vorangestellt: Das Erstellen der Inhalte und die dazugehörige Optimierung bedeuten verdammt viel Arbeit. Denn natürlich wollen viele Anbieter in den Ergebnislisten ganz oben stehen.

Der große Vorteil ist aber natürlich: Stehen Sie einmal bei Google in den oberen Suchergebnissen, erhalten Sie kostenlosen Traffic in Form von Website-Besuchern.

Natürlich ist das Thema SEO viel tiefgreifender als in ein paar Absätzen erläutert werden kann. Es auszuführen würde allerdings den Rahmen dieses Beitrags sprengen, daher verweisen wir auf diesen ausführlichen SEO-Leitfaden zur weiteren Lektüre.

Suchmaschinenwerbung (SEA = Search Engine Advertising)

Wie auch bei Paid Social können Sie mit bezahlten Anzeigen alles deutlich schneller machen. Aber das kostet natürlich ein paar Euro.

Der Verkäufer des Planning Poker Sets kann also speziell zu den Keywords, die mit dem Spiel zusammenhängen, Werbeanzeigen erstellen. Sucht jemand bei Google danach, dann werden automatisch diese Anzeigen ausgespielt. Als Werbereibender zahlen Sie dabei nur etwas, wenn auch jemand auf Ihre Anzeige klickt.

Email-Marketing

Jetzt haben Sie Ihre Zielgruppe auf Social Media oder den Suchmaschinen, bezahlt oder unbezahlt, auf Ihr Spiel aufmerksam gemacht. Das heißt nicht unbedingt, dass sie auch gleich zu Käufern konvertiert werden. Wer vertraut schon gerne direkt beim „ersten Kontakt“ einem wildfremden Shop im Internet?

Was aber nicht heißt, dass Sie diese potentiellen Käufer, so genannte „Leads“, verlieren müssen – Sie müssen sie jetzt nur gekonnt einfangen. Und zwar am besten mit der nächsten Strategie beim Online-Marketing für Spiele.

Email-Marketing war der erste und ist auch heute noch der führende Online-Marketing Kanal. Nicht alle Menschen tummeln sich auf den sozialen Medien, aber wirklich jeder liest Emails.

Der Versand von Emails und Newslettern an gezielte Verteilerlisten ist eine der besten Möglichkeiten, Ihr Unternehmen bekannt zu machen und Kunden zu binden. Emails sind messbar, günstig und können höchst personalisiert und gezielt an Follower und potentielle Kunden versendet werden.

Der erste und wichtigste Schritt ist und bleibt die Liste Ihrer Abonnenten, die sich aktiv mit ihrer Email-Adresse bei Ihnen angemeldet haben. Diese Liste gilt es aufzubauen. Der erfolgreichste Weg ist dabei die Nutzung von Freebies als “Lead Magnet”. Für Spieleerfinder könnten solche Freebies beispielsweise sein:

  • Ein schönes PDF der Spielregeln
  • Automatische Teilnahme an einem Gewinnspiel
  • Exklusive Kunstdrucke passend zum Spiel

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf – am besten immer mit der Frage im Hinterkopf: “Was könnte potentielle Spieler meines Spiels genug interessieren, um dafür ihre Email-Adresse herzugeben?”

Sobald Sie an Ihrem Spiel interessierte Leute auf Ihrer Liste “eingefangen” haben, können Sie ihnen alle möglichen Emails zusenden, beispielsweise:

  • Regelmäßige Newsletter mit Infos, Bildern oder Videos zum Spiel
  • Nachrichten zur Entwicklung des nächsten Spiels
  • Discount-Codes und Rabatt-Aktionen
  • Gewinnspiele
  • Umfragen
  • Fallbeispiele und Anwenderberichte

Email-Service-Provider oder Newsletter-Tools unterstützen sowohl beim Aufbau Ihrer Abonnenten-Liste als auch bei Versand und Automatisierung der Emails an die Abonnenten.

Lesen Sie hier detaillierte Infos zum Aufbau Ihrer Email-Liste und Ihres Newsletter-Marketings.

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Gewinnspiel-Marketing

Ihre Kunden sind Leute, die gerne Spiele spielen – daher könnten sie doch auch eine gewisse Schwäche für Gewinnspiele haben. Vor allem Gewinnspiele, bei denen sie ein Spiel gewinnen können.

Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas widersprüchlich – Sie wollen ja Spiele verkaufen und nicht verschenken. Doch eine ausgeklügelte Gewinnspiel-Marketing Strategie hat so einige Vorteile, was den Aufwand langfristig wettmachen kann:

  • Mehr Sichtbarkeit für Ihr Spiel und Ihre Marke
  • Erhöhter Traffic auf Ihrer Website und/ oder in den sozialen Medien
  • Generierung von neuen Email Abonnenten
  • Budget-freundliches Erreichen von neuen Interessenten
  • Anreize für Neu- und Bestandskunden zur Interaktion
  • Positive Assoziation bei Ihrer Zielgruppe

Auch etwas so “frivoles” wie ein Gewinnspiel will gut überlegt und geplant sein – Sie wollen damit über kurz oder lang ja Spiele verkaufen. Lesen Sie hier 10 Tipps für ein erfolgreiches Gewinnspiel Marketing, um Ihr Spiele-Gewinnspiel zum Erfolg zu führen.

Empfehlungsmarketing

Wie erhöhen Sie Ihre Reichweite so schnell wie möglich? Wie schaffen Sie es vielmehr, dass Ihre bestehenden Fans und Follower von ganz allein die Nachricht über Ihr Spiel verbreiten, ohne dass Sie viel dafür tun müssen?

Indem Sie sie bitten, Ihr Spiel weiterzuempfehlen. Empfehlungen sind ein starkes Tool im Werkzeugkasten eines jeden Online-Vertriebs. Denn:

  • 92% der Menschen vertrauen Empfehlungen mehr als anderen Formen von Werbung
  • 53% kaufen nicht von Unternehmen, denen sie nicht vertrauen
  • 89% geben an, dass Referenzen der effektivste Content sind

Empfehlungen Ihrer Kunden können viele Formen annehmen. Im Bezug auf Brett- und Kartenspiele können das beispielsweise Produktrezensionen auf Ihren Verkaufsplattformen, Videos von Playthroughs Ihrer Kunden, oder die Erwähnung in Social Media Netzwerken sein.

Das Empfehlungs-Marketing heben Sie dann aufs nächste Level, indem Sie die Empfehler für ihre Weiterempfehlung belohnen. Eine solche Belohnung – auch Prämie genannt – kann sein:

  • Preisnachlass auf das Spiel oder eine Erweiterung.
  • Spielzubehör oder -accessoires als kostenloses Geschenk für Kunden, die mehrere Neukunden anwerben.
  • Sonderangebot wie kostenloser Versand auf Erweiterungen, Zubehör oder sonstige Extras.

Das hört sich jetzt recht aufwändig und kompliziert an, aber keine Sorge! Die Untiefen des Internets versorgen uns auch hier mit der passenden Lösung, wie beispielsweise KickoffLabs. Diese Plattform kombiniert Gewinnspiele (Sie erinnern sich) mit einem Belohnungssystem und unterstützt Sie so bei der Ermutigung jedes neuen Interessenten, für Ihr Spiel zu werben.

Nach dem Druck kommt der Hook

Sie haben Ihr Kartenspiel, Brettspiel oder Memospiel nun also gedruckt und produziert und es auf den richtigen Plattformen zum Verkauf eingestellt.  Um Ihre Zielgruppe im nächsten Schritt auf diese Plattformen zu locken, müssen Sie sie jetzt auf Ihr Spiel aufmerksam machen. Dazu gibt es unterschiedliche Strategien:

  • Social-Media-Marketing (organic + paid)
  • Suchmaschinen-Marketing (SEO + SEA)
  • Email-Marketing
  • Gewinnspiel-Marketing
  • Empfehlungsmarketing

Unser Tipp: Konzentrieren Sie sich zunächst auf eine dieser Marketing-Strategien.

Hängen Sie sich voll rein, bis Sie die gewählte Strategie verstanden haben und erste Erfolge sehen – und erweitern Sie dann um die nächste. Dann klappt’s bald mit dem Online-Marketing für Ihr Spiel.